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EVE2 Displays sind intelligente TFT-Module für grafische Bedienoberflächen in Embedded-Systemen. Im Unterschied zu einem klassischen, rein passiven TFT-Panel kombinieren sie das Display mit einem integrierten Bridgetek-Grafikcontroller der FT81x-Familie und schaffen damit eine besonders effiziente Basis für moderne Human-Machine-Interfaces. In der bei Luna Electronic sichtbaren Kategorie umfasst das Portfolio aktuell SPI-basierte Module in 3,5", 4,3", 5,0" und 7,0" mit FT812- oder FT813-Controller, je nach Touch-Variante und Ausführung. Wenn in internationalen Lastenheften Begriffe wie eve2 tft display, ft81x display oder spi tft display verwendet werden, ist in vielen Fällen genau dieser Modultyp gemeint.
Technisch steht hinter diesen Modulen das Konzept der Embedded Video Engine. EVE2 arbeitet nicht wie eine klassische Vollbild-Framebuffer-Lösung im Host, sondern mit einer Display-List- und Objektlogik: Der FT81x-Controller verarbeitet primitive Grafikobjekte, Bitmaps, Text und Widgets, setzt daraus zeilenweise die Anzeige zusammen und benötigt dafür laut Bridgetek kein separates Framebuffer-RAM im Host. Für Entwicklungsabteilungen bedeutet das: Die Haupt-MCU muss nicht dauerhaft jede Bildänderung pixelweise aufbauen, sondern sendet vor allem Befehle, Assets und Zustandsänderungen an die Grafikengine. Das reduziert die Last auf MCU, Speicher und Bus deutlich und verkürzt die GUI-Entwicklung gerade bei kompakten Embedded-Plattformen.
Diese Architektur bringt im Projektalltag vor allem folgende Vorteile mit:
Für Entwickler ist besonders relevant, dass Bridgetek ein komplettes Werkzeug- und Software-Ökosystem bereitstellt. Der EVE Screen Designer ermöglicht eine visuelle, WYSIWYG-basierte GUI-Entwicklung inklusive Simulation und ANSI-C-Code-Generierung, ohne dass zwingend tiefes Wissen über Display-List-Kommandos nötig ist. Der EVE Screen Editor ergänzt das um eine Drag-and-Drop-Oberfläche, Emulator-Unterstützung und eine deutlich flachere Lernkurve für EVE-spezifische Effekte und Kommandos. Damit sind EVE2 Displays nicht nur für Prototypen interessant, sondern auch für Entwicklungsabteilungen, die GUI-Konzepte zügig in reproduzierbare Embedded-HMI-Projekte überführen möchten.
Für die Auswahl der richtigen Displayarchitektur ist die Abgrenzung zu klassischen TFT-Modulen entscheidend. Bei vielen herkömmlichen TFT-Lösungen muss die Host-Plattform deutlich mehr Grafikarbeit übernehmen, etwa durch Framebuffer-Handling, Asset-Management und kontinuierliche Display-Aktualisierung. EVE2 verlagert diese Aufgaben in den FT81x-Controller: Grafikobjekte, Touch-Verarbeitung und Audioausgabe werden dort zentral koordiniert, während die MCU vor allem als Host für Logik, Daten und Bedienzustände fungiert. Das macht EVE2 Displays besonders interessant für Applikationen, in denen eine kompakte MCU-Plattform mit begrenztem RAM dennoch eine hochwertige GUI bereitstellen soll.
Auch bei der Skalierung ist die Einordnung wichtig: Die FT81x-Controller der EVE2-Familie unterstützen laut Bridgetek grundsätzlich Auflösungen bis SVGA 800x600. Die auf Luna aktuell sichtbaren Module konzentrieren sich innerhalb der Kategorie auf 320x240, 480x272 und 800x480. Für Projektteams ist das ein Vorteil, weil sich gängige HMI-Größen für Bedienpanels, Steuergeräte und kompakte Industrieinterfaces mit einer konsistenten Technologieplattform abdecken lassen.
Innerhalb der EVE2-Plattform ist die Zuordnung der Controller-Varianten technisch klar: FT810/FT812 sind für 4-Draht-resistive Touch-Systeme ausgelegt, FT811/FT813 für kapazitive Touch-Panels mit Unterstützung von bis zu fünf Touchpunkten. Auf den sichtbaren Luna-Produkten spiegelt sich das direkt wider: Resistive Varianten werden mit FT812 geführt, kapazitive Varianten mit FT813. Damit lassen sich sowohl robuste, kostenorientierte Bedienkonzepte als auch modernere kapazitive HMIs für hochwertigere Interfaces abbilden.
Zusätzlich integriert die EVE2-Plattform Audiofunktionen. Der FT81x stellt eine mono PWM-Audioausgabe bereit, unterstützt einen integrierten Sound-Synthesizer und kann aufgezeichnete Audiodaten wiedergeben. Für industrielle HMI-Geräte, Prüfstände, medizinische Bedienoberflächen oder Steuerpanels ist das praxisrelevant, weil akustische Rückmeldungen, Alarmhinweise und Systemsignale ohne zusätzlichen Grafikprozessor in die Mensch-Maschine-Schnittstelle eingebunden werden können.
Auch die Host-Anbindung bleibt überschaubar. Bridgetek beschreibt für die EVE-Integration Single- oder Quad-SPI-Master mit SPI Mode 0 sowie Chip-Select- und Power-Down-Steuerung als zentrale MCU-Voraussetzungen. In der Luna-Kategorie werden die sichtbaren EVE2-Module als SPI-Lösungen geführt. Für viele Embedded-Projekte bedeutet das: Eine bestehende Mikrocontroller-Plattform kann um ein grafisches Bedienkonzept erweitert werden, ohne auf deutlich leistungsstärkere Prozessoren oder komplexe Display-Subsysteme umsteigen zu müssen. Das ist ein zentraler Vorteil, wenn ein industrial hmi display mit kalkulierbarem Integrationsaufwand gesucht wird.
Aus technischer und marktseitiger Sicht passen EVE2 Displays vor allem zu folgenden Anwendungen:
Bridgetek nennt für FT813-basierte Lösungen unter anderem Vehicle Instrumentation, Medical Appliances, Elevator Controls und Instrumentation als Zielanwendungen. Auch Newhaven positioniert EVE-Displays explizit als HMI-Module mit leistungsfähiger Grafikengine und serieller SPI-Integration. Damit eignen sich EVE2 Displays besonders für OEM- und Serienprojekte, in denen eine kompakte Elektronikarchitektur, schnelle GUI-Umsetzung und eine saubere Trennung zwischen Applikationslogik und Grafikausgabe gefordert sind. Wer im Beschaffungsprozess nach einem bridgetek display module sucht, sucht häufig genau nach dieser Kombination aus TFT, Touch, Grafikcontroller und einfacher Einbindung in Embedded-Systeme.
Für B2B-Projekte ist nicht allein die Auflösung entscheidend, sondern die Serienfähigkeit der Gesamtlösung. Dazu gehören die frühe Festlegung von Touch-Technologie, Controller-Variante, Mechanik, optischer Technologie und Software-Framework. Gerade bei industriellen Projekten ist es sinnvoll, die GUI-Architektur nicht isoliert zu betrachten, sondern gemeinsam mit Stückliste, Gehäuseintegration, Bedienkonzept und Lifecycle-Überlegungen zu planen. EVE2 Displays bieten dafür eine solide Plattform, weil Grafik, Touch und Audio bereits auf Controller-Ebene gebündelt sind und so die Systemarchitektur klarer strukturieren.
Luna Electronic passt in dieses Umfeld, weil das Unternehmen öffentlich als autorisierter Newhaven-Distributor auftritt, technische Unterstützung betont und auf der Website sowohl Kontakt- als auch Angebotsprozesse anbietet. Zusätzlich verweisen Hersteller- und Distributorseiten auf Quote-Prozesse sowie kundenspezifische beziehungsweise value-added Optionen. Für Entwickler, Einkäufer und technische Entscheider ist das relevant, wenn aus einer ersten Evaluierung ein belastbares Serienprojekt werden soll – etwa mit definiertem Touch-Aufbau, passender Displaygröße, reproduzierbarer Beschaffung und abgestimmter Projektberatung.
Wenn Sie EVE2 Displays für ein Embedded-HMI-Projekt auswählen, sollten Sie die Entscheidung nicht nur an der Panelgröße festmachen. Wichtige Auswahlkriterien sind Auflösung, Touch-Technologie, optische Anforderungen, verfügbare MCU-Ressourcen, gewünschte GUI-Komplexität und die Frage, wie stark Grafik- und Audiofunktionen von der Hauptsteuerung entkoppelt werden sollen. Genau hier ist eine technische Beratung sinnvoll: Die bei Luna sichtbare Kategorie deckt unterschiedliche Größen, Touch-Varianten und Displaytechnologien ab und bietet damit eine gute Basis, um das passende Modul für Prototyp, Vorserie und Serie systematisch auszuwählen.
EVE2 Displays sind TFT-Module mit integriertem Bridgetek-Controller der FT81x-Familie, der Grafik, Touch und Audio in einer Plattform bündelt und über eine serielle Host-Anbindung eingebunden wird.
Nicht in der klassischen Form einer hostseitigen Vollbild-Framebuffer-Architektur: Der FT81x arbeitet mit Display Lists und dynamischer Komposition pro Scan-Zeile; laut Bridgetek ist kein separates Framebuffer-RAM im Host erforderlich.
FT812 ist für 4-Draht-resistive Touch-Systeme ausgelegt, FT813 für kapazitive Touch-Panels; die kapazitive Variante unterstützt bis zu fünf Touchpunkte. Auf der Luna-Kategorieseite erscheinen resistive Varianten entsprechend mit FT812 und kapazitive Varianten mit FT813.
Öffentlich sichtbar sind derzeit 3,5", 4,3", 5,0" und 7,0" sowie die Auflösungen 320x240, 480x272 und 800x480 Pixel.
Bridgetek stellt mit EVE Screen Designer und EVE Screen Editor zwei zentrale Werkzeuge bereit: visuelle GUI-Erstellung, Simulation, Emulator-Unterstützung und – je nach Tool – Codegenerierung für die Zielplattform.
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