COG LCD Displays (Chip-on-Glass)
COG-LCD-Displays (engl.
Chip-on-Glass LCD) sind besonders flache Anzeigemodule, bei denen der Treiber- bzw. Controller-IC direkt auf das Displayglas gebondet wird – ohne separate Leiterplatte (PCB). Dadurch fällt ein
COG-Display kleiner, dünner und leichter aus als ein klassisches LCD-Modul mit Platine und lässt sich zugleich sehr flexibel an das jeweilige Design anpassen. COG-LCDs sind sowohl als Zeichen-Variante (Character) als auch als pixelbasierte Grafik-Variante erhältlich.
In unseren Produktkategorien begegnen Ihnen Bezeichnungen wie
chip on glass lcd,
cog lcd module,
cog character display,
cog graphic lcd oder
monochrome cog display. Gemeint sind damit monochrome Chip-on-Glass-LCDs für Industrie- und Embedded-Anwendungen. Viele unserer COG-LCDs enthalten integrierte Controller wie Sitronix ST7036 (Character) sowie ST7565, ST7567 oder ST7528 (Grafik) mit serieller oder paralleler Schnittstelle.
Available in character and graphic formats, COG (Chip-On-Glass) LCD Displays are designed without a PCB. The LCD driver/controller is bonded directly to the glass of the display. This allows COG displays to be smaller in size, more cost effective and a highly customizable display solution compared to typical LCD modules with a board.
Vorteile von COG-LCD-Displays
COG-Module kombinieren mehrere Vorteile: Durch den direkt aufgebrachten Controller entfällt die Trägerplatine, was extrem niedrige Bauhöhen und ein geringes Gewicht ermöglicht. Gleichzeitig arbeiten COG-LCDs sehr energieeffizient und lassen sich dank serieller Schnittstellen mit wenigen Leitungen an Mikrocontroller anbinden. Die passive STN/FSTN-Technik ist robust, kontraststark und bewährt.
- Sehr geringe Bauhöhe und geringes Gewicht (kein PCB, Chip direkt auf Glas)
- Kosteneffiziente und hochgradig anpassbare Displaylösung
- Niedriger Energieverbrauch (ideal für batteriebetriebene Geräte)
- Wenige Anschlussleitungen dank SPI/I²C-Ansteuerung
- Als Character- und Grafik-COG in vielen Auflösungen lieferbar
Typische Einsatzbereiche
COG-LCDs werden überall dort eingesetzt, wo flache Bauform, geringer Stromverbrauch und einfache Ansteuerung gefragt sind. Beispiele sind:
- Tragbare und batteriebetriebene Geräte (Messgeräte, Handhelds)
- Industrieautomation und Bedien-/Anzeigepanels
- Mess- und Regeltechnik (Instrumentierung, Prüfgeräte)
- Medizin- und Labortechnik (kompakte Geräteanzeigen)
- Embedded- und OEM-Anwendungen mit begrenztem Einbauraum
Technische Eigenschaften
COG-LCD-Displays basieren meist auf STN- oder FSTN-Panels, bei denen der Treiber-IC per Chip-on-Glass-Verfahren direkt auf das untere Displayglas kontaktiert wird. FSTN-Varianten bieten einen deutlich höheren Kontrast als einfache STN-Displays. COG-LCDs sind einfarbig und im Positivmodus (dunkle Zeichen auf hellem Grund) oder als Negativ-Variante (helle Zeichen auf dunklem Grund) lieferbar; Negativanzeigen setzen immer eine Hintergrundbeleuchtung voraus.
Formate und Auflösungen
Character-COG-Displays sind in klassischen Zeichenrastern wie 2×16 oder 2×20 Zeichen erhältlich. Grafik-COG-Module bieten pixelgenaue Auflösungen wie 128×32, 128×64 oder 160×100 Pixel und stellen damit Texte, Symbole und einfache Grafiken flexibel dar.
Beleuchtung und Lesbarkeit
Die Hintergrundbeleuchtung erfolgt üblicherweise über seitlich eingekoppelte LEDs (z. B. Weiß oder RGB); reflektive COG-Varianten kommen ganz ohne Beleuchtung aus und bleiben bei Umgebungslicht ablesbar. Transflektive Ausführungen kombinieren beide Prinzipien für gute Lesbarkeit bei Tageslicht und im Dunkeln.
Betriebsspannung und Temperatur
COG-LCDs arbeiten häufig mit niedrigen Logikspannungen von 3,0 V oder 3,3 V, was den Einsatz in stromsparenden Embedded-Systemen erleichtert. Für anspruchsvolle Umgebungen sind Varianten mit erweitertem Temperaturbereich sowie mit integrierter Heizung (Heater) oder Temperaturkompensation verfügbar.
Schnittstellen und Ansteuerung
Ein wesentlicher Vorteil der Chip-on-Glass-Bauweise ist die schlanke Ansteuerung: COG-Module werden bevorzugt seriell über SPI (3-/4-Draht) oder I²C angebunden, viele Typen unterstützen zusätzlich 6800/8080-Parallel-Schnittstellen. Der integrierte Controller (z. B. Sitronix ST7036, ST7565 oder ST7567) übernimmt die Befehls- und Datenverarbeitung, sodass Mikrocontroller oder FPGA Zeichen und Grafiken mit wenigen Leitungen an das Display übertragen können.
COG-LCD vs. LCD-Modul mit Platine vs. TFT
COG-LCDs unterscheiden sich von herkömmlichen LCD-Modulen dadurch, dass der Controller direkt auf dem Glas sitzt statt auf einer separaten Leiterplatte – das spart Bauhöhe, Gewicht und Kosten. Gegenüber TFT-Displays liefern COG-LCDs zwar keine Farbdarstellung, sind dafür aber deutlich energieeffizienter, günstiger und einfacher anzusteuern. COG-Module sind daher oft die bessere Wahl, wenn eine flache, stromsparende Text- oder Monochrom-Grafikanzeige benötigt wird.
Wichtige Auswahlkriterien
- Format: Character (z. B. 2×16, 2×20) oder Grafik (z. B. 128×64 Pixel)
- Controller-Typ und Schnittstelle (SPI, I²C, 6800/8080-parallel)
- Panel- und Anzeigemodus (STN/FSTN, positiv/negativ, reflektiv/transflektiv)
- Hintergrundbeleuchtung (LED-Farbe, RGB oder ohne Beleuchtung)
- Betriebsspannung (3,0 V / 3,3 V) und Temperaturbereich
Häufige Fragen zu COG-LCD-Displays
Was ist ein COG-LCD-Display?
Ein COG-LCD (Chip-on-Glass) ist ein LCD-Display, bei dem der Treiber-/Controller-IC direkt auf das Displayglas gebondet wird – ohne separate Leiterplatte. Dadurch ist das Modul besonders flach, leicht und kostengünstig.
Worin unterscheidet sich ein COG-LCD von einem LCD-Modul mit Platine?
Beim COG-LCD sitzt der Controller auf dem Glas statt auf einem PCB. Das reduziert Bauhöhe, Gewicht und Kosten und ermöglicht eine höhere Designflexibilität als bei klassischen LCD-Modulen mit Trägerplatine.
Welche Schnittstellen nutzen COG-LCD-Displays?
COG-Displays werden meist seriell über SPI (3-/4-Draht) oder I²C angesteuert; viele Typen unterstützen zusätzlich eine parallele 6800/8080-Schnittstelle. Die serielle Anbindung benötigt nur wenige Leitungen zum Mikrocontroller.
Gibt es COG-LCDs als Character- und als Grafik-Version?
Ja. COG-LCDs sind als Character-Displays (feste Zeichenraster wie 2×16 oder 2×20) und als Grafik-Displays (pixelbasiert, z. B. 128×64) erhältlich.
Wofür werden COG-LCD-Displays eingesetzt?
Typische Anwendungen sind tragbare und batteriebetriebene Geräte, Bedien- und Anzeigepanels in der Industrieautomation, Mess- und Medizintechnik sowie Embedded-Anwendungen mit begrenztem Einbauraum.
Luna Electronic – COG-LCD-Displays vom autorisierten Distributor
Als autorisierter Distributor führt Luna Electronic Chip-on-Glass-LCD-Displays führender Hersteller in Character- und Grafik-Ausführung für Industrie- und Embedded-Anwendungen. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl des passenden Moduls – von Controller und Schnittstelle über Panelmodus bis zur Hintergrundbeleuchtung – und stellen Ihnen technische Muster bereit. Sprechen Sie uns für eine individuelle Beratung zu COG-LCD-Displays an.