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LCD-Displays (Liquid Crystal Displays, Flüssigkristall-Displays) sind aus der modernen Elektronik nicht wegzudenken. Sie finden sich in Industriegeräten, medizinischen Apparaten, Fahrzeuganzeigen und Embedded-Systemen. Die Kategorie umfasst sowohl alphanumerische Charakterdisplays (z.B. 2x16 Zeichen) als auch grafische LCD-Module mit Pixelmatriken (monochrom oder farbig). Auch TFT-Displays – aktive Matrix-LCDs mit voller RGB-Farbwiedergabe – zählen dazu, oft mit Touchscreen erhältlich. LCD-Module werden entweder als komplett montierte Module mit Platine oder als COG-Varianten (Chip-on-Glass) angeboten, bei denen der Treiberchip direkt auf dem Glas sitzt. Diese Vielfalt ermöglicht für nahezu jede Anwendung eine passende Lösung.
LCD-Technologien zeichnen sich durch geringe Leistungsaufnahme, lange Lebensdauer und zuverlässigen Betrieb aus. Moderne LED-Hintergrundbeleuchtungen sorgen für helle, kontrastreiche Anzeigen bei gleichzeitig energiesparendem Betrieb. Von kleinen Displays für tragbare Geräte bis zu größeren Bedienpanels bieten LCDs klare Ablesbarkeit und stabile Leistung auch unter anspruchsvollen Bedingungen. Im Folgenden beleuchten wir wichtige technische Eigenschaften, typische Einsatzbereiche in verschiedenen Branchen, Auswahlkriterien sowie Verfügbarkeit, Beratungsangebote und aktuelle Trends. Ziel ist es, Ihnen als technischem Entscheider, Entwickler oder Einkäufer im B2B-Umfeld einen fundierten Überblick zu geben.
LCD-Displays kommen in zahlreichen Branchen und Anwendungen zum Einsatz. Nachfolgend einige wichtige Bereiche und Anforderungen:
In der Industrieautomation und im Maschinenbau dienen LCD-Displays als Anzeigeeinheiten für Bedienpanels, Steuerungen und Messgeräte. Sie müssen oft rauen Umgebungen standhalten – etwa Temperaturschwankungen in Hallen oder Vibrationen an Maschinen. Industrie-LCDs bieten hierfür robuste Bauformen, hohe Zuverlässigkeit und meist erweiterte Temperaturbereiche. Beispielsweise sind Displays mit Betriebstemperaturen von -20 bis +70 °C gängig, teils sogar darüber. Auch eine hohe Helligkeit (oft > 700–1000 cd/m²) ist für gut ablesbare Anzeigen in hellem Umgebungslicht wichtig. In Produktionshallen setzen sich vermehrt Touchscreens (typisch 5–10 Zoll Diagonale) als HMI-Bedienfelder durch, was die Prozessüberwachung und Bedienung erleichtert. Solche Displays sind häufig entspiegelt und bieten weite Blickwinkel, damit mehrere Personen oder seitliche Betrachtung die Ablesbarkeit nicht beeinträchtigen. Für den Dauerbetrieb (24/7) in Leitständen oder Digital-Signage-ähnlichen Anwendungen spielt zudem die Lebensdauer der Hintergrundbeleuchtung eine große Rolle – industrielle LCDs erreichen hier häufig LED-Lebensdauern von 70.000 Betriebsstunden und mehr.
In medizinischen Geräten werden an Displays besonders hohe Anforderungen gestellt. Medizinische Monitor-Displays (z.B. in OP-Sälen oder für Diagnostik) müssen präzise und fehlerfreie Bildwiedergabe gewährleisten. Oft kommen hochwertige LCDs mit hoher Auflösung und Farbtiefe zum Einsatz, einschließlich Kalibrierung nach medizinischen Standards (z.B. DICOM für Grauwertdarstellung in der Radiologie). Auch kleinere LCD-Anzeigen in Geräten wie Infusionspumpen, Überwachungsmonitoren oder Laborgeräten müssen zuverlässig und jederzeit klar lesbar sein. Hier sind Helligkeit und Kontrast so abgestimmt, dass Informationen selbst bei verschiedenem Umgebungslicht eindeutig erkennbar sind. Da Hygiene im Vordergrund steht, verfügen viele medizinische Displaymodule oder ihre Frontpanels über abwaschbare, desinfizierbare Oberflächen; einige Monitorgehäuse besitzen sogar antimikrobielle Beschichtungen.
Im Automotive-Bereich (Fahrzeugelektronik) haben sich LCDs von einfachen Uhren- oder Radioanzeigen bis hin zu digitalen Tachos und Infotainment-Bildschirmen entwickelt. Automotive-Displays müssen extrem widrigen Umweltbedingungen standhalten. Typisch sind erweiterte Temperaturbereiche von etwa -40 °C bis +85 °C für den Betrieb in Sommerhitze und Winterkälte. Auch Erschütterungen und Vibrationen (Motor, Fahrbahn) dürfen die Anzeige nicht beeinträchtigen, weshalb automotive Displays besonders robust aufgebaut und auf Schock- und Vibrationsfestigkeit getestet sind. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Ablesbarkeit bei Sonnenlicht: Fahrzeugdisplays erreichen oft sehr hohe Helligkeiten (800–1000 cd/m² und mehr) und nutzen entspiegelte Frontgläser, damit Informationen auch bei direkter Sonneneinstrahlung klar sichtbar bleiben. Im Fahrzeuginterior sind weite Blickwinkel gefragt, besonders bei zentralen Displays, damit Fahrer und Beifahrer aus verschiedenen Positionen gut sehen können – Technologien wie IPS (In-Plane Switching) kommen hier zum Einsatz.
In der Embedded-Entwicklung – vom Prototyping bis zur Serie – sind LCD-Displays ein zentrales Element für die Mensch-Maschine-Schnittstelle. Entwickler von Embedded Systems (z.B. Mikrocontroller-Projekte, IoT-Geräte, Mess- und Steuerungselektronik) greifen häufig auf Standard-LCD-Module zurück, um schnell eine Anzeige integrieren zu können. Hierbei sind eine einfache Ansteuerbarkeit und Kompatibilität mit gängigen Schnittstellen wesentlich: Viele Module unterstützen z.B. parallel interface (HD44780-kompatibel bei Char-Displays) oder serielle Interfaces wie SPI, I²C und UART für die einfache Verbindung mit Mikrocontrollern. Einige LCD-Entwicklermodule bringen sogar eigene Controller/Prozessoren mit, die Grafikanzeige und Zeichensätze übernehmen (Stichwort intelligente Displays), was den Programmieraufwand reduziert. Wichtig für Entwickler sind zudem ausführliche Datenblätter, Beispielcodes und Unterstützung durch den Hersteller oder Distributor. Im professionellen Einsatz achtet man auch darauf, dass das im Prototyp gewählte Display später in Serie dauerhaft verfügbar ist – insbesondere im B2B-Bereich sollen Entwicklungsinvestitionen nicht durch kurzfristige Abkündigungen zunichte gemacht werden. Hier punkten Anbieter mit Langzeitverfügbarkeit und zweiter Quellen (Second Source) für kompatible Displays. Insgesamt zeichnen sich LCDs in Embedded-Anwendungen durch ihre Vielseitigkeit aus: vom kleinen stromsparenden Anzeige-Element (z.B. monochromes 1″ Display für ein IoT-Sensorgerät) bis zum größeren Farb-TFT mit Touch für komplexe Steuergeräte.
Bei der Auswahl eines LCD-Displays spielen verschiedene technische Kennzahlen eine Rolle. Hier eine Übersicht der wichtigsten Parameter, die Sie vergleichen sollten:
Diese Kennzahlen helfen dabei, unterschiedliche Displays objektiv zu vergleichen und auf Eignung für den vorgesehenen Zweck zu prüfen. Im Datenblatt des Herstellers sind all diese Spezifikationen detailliert aufgeführt – ein genauer Blick darauf ist unerlässlich.
Wie finden Sie das richtige LCD-Display für Ihre Anwendung? Zunächst sollten Sie die Anforderungen Ihres Projekts klar definieren. Stellen Sie Fragen wie: Welche Größe und Auflösung werden benötigt? Reicht eine monochrome Darstellung oder ist Farbe erforderlich? Wird Touch-Bedienung gewünscht? Soll das Display grafische Elemente anzeigen oder nur Text? Diese Grundlagen grenzen die Auswahl ein.
Ein zentrales Kriterium ist die Kompatibilität: Prüfen Sie, ob das Display mechanisch (Abmessungen, Befestigungspunkte) und elektrisch in Ihr System passt. Mechanisch bedeutet z.B., ob das Modul ins Gehäuse oder Frontpanel integriert werden kann, ob die Sichtfläche groß genug ist, und ob z.B. ein vorhandener Ausschnitt genutzt werden kann. Elektrisch und softwareseitig bedeutet, dass die Schnittstelle des Displays mit den Fähigkeiten Ihrer Steuerungselektronik harmoniert – z.B. benötigt ein paralleles 5V-Display ein passendes Mikrocontroller-Interface bzw. Pegelwandler bei 3,3V-Systemen. Ebenso muss die Software (Treiber/Library) das Display unterstützen; viele Standard-LCDs werden von gängigen Mikrocontroller-Frameworks (Arduino, STM32 HAL, etc.) direkt unterstützt, was die Integration erleichtert.
Achten Sie bei der Entscheidungsfindung insbesondere auf:
Wenn Sie ein bestehendes Display in einer Anlage ersetzen möchten (Retrofit oder zweiter Lieferant), prüfen Sie die Pin-Kompatibilität und Montage. Oft gibt es von verschiedenen Herstellern funktional kompatible LCD-Module, die mechanisch und elektrisch austauschbar sind. Im Zweifel hilft ein Blick ins Datenblatt oder die Beratung durch Fachleute, um sicherzustellen, dass das ausgewählte Display 100% kompatibel ist.
Für B2B-Projekte ist die Lieferfähigkeit über viele Jahre ein entscheidender Faktor. Anders als im Consumer-Markt, wo Komponenten häufig jährlich wechseln, planen industrielle Anwender oft mit Laufzeiten von 5–10 Jahren oder mehr. Daher sollte bei der Displayauswahl die Produktlebensdauer des LCD-Moduls berücksichtigt werden. Viele Hersteller von Industrie-Displays garantieren eine mehrjährige Produktion und Ersatzteilversorgung. Es ist ratsam, frühzeitig zu klären, wie lange ein Display voraussichtlich erhältlich ist und ob evtl. Form-Fit-Function-kompatible Nachfolgemodelle existieren, falls das aktuelle Modell einmal abgekündigt wird.
Die globale Marktsituation kann sich ebenfalls auf die Verfügbarkeit auswirken. Wie andere elektronische Bauteile waren auch Displays in der Vergangenheit von Lieferengpässen betroffen (z.B. durch gesteigerte Nachfrage nach bestimmten Panelgrößen). Um Überraschungen zu vermeiden, empfiehlt es sich bei kritischen Projekten, Rahmenverträge oder Sicherheitsbestände einzuplanen. So sichern Sie sich benötigte Mengen über einen längeren Zeitraum. Ein guter Distributor oder Herstellerpartner informiert in der Regel proaktiv über absehbare Lieferänderungen und unterstützt bei der Suche nach Alternativen.
Zusätzlich spielt die Ersatzteilversorgung eine Rolle: Selbst wenn ein Displaymodul nicht mehr neu produziert wird, sollte für Servicefälle eine gewisse Zeit lang Ersatz verfügbar sein. Seriöse Anbieter halten oft Lagerbestände oder bieten Last-Time-Buy-Aktionen an, bevor ein Produkt vom Markt verschwindet. In Summe zahlt es sich aus, die Verfügbarkeitsfrage gleichrangig mit technischen Kriterien zu behandeln, um Planungssicherheit für Ihr Projekt zu gewährleisten.
Die Wahl des optimalen Displays kann komplex sein – hier kommen die Beratungs- und Serviceleistungen von Spezialanbietern wie Luna Electronic ins Spiel. Im B2B-Umfeld ist es üblich, kompetente Beratung in Anspruch zu nehmen, um aus der Vielzahl an Displaytypen die beste Option zu ermitteln. Sie als Entwickler oder Einkäufer profitieren von Erfahrung und Know-how der Display-Spezialisten: Diese können abschätzen, welches LCD für Ihre Anforderungen technisch und wirtschaftlich passt. Oft werden Muster oder Demoboards bereitgestellt, damit Sie das Display in Ihrer Anwendung testen können.
Ein weiterer Aspekt ist die Integration: Beratung umfasst nicht nur das Produkt selbst, sondern auch Hinweise zur Ansteuerung, zur mechanischen Integration (z.B. passende Kabel, Stecker, Befestigungen) und zu eventuellen Customizing-Möglichkeiten. Manche Projekte erfordern kundenspezifische Anpassungen, z.B. ein besonderes Coverglas mit Ihrem Firmenlogo, eine modifizierte Hintergrundbeleuchtungsfarbe oder sogar eine komplette Neuentwicklung eines Displays. Hierfür bieten Unternehmen wie Luna Electronic einen Custom Display Service an, um individuelle Lösungen zu realisieren.
Zudem hilft ein gutes Support-Team bei technischen Fragen während der Entwicklung: Sei es durch Bereitstellung von Initialisierungs-Code für den Display-Controller, durch Schaltpläne für die Anbindung oder durch Tipps zur EMV-gerechten Integration. Nutzen Sie diese Unterstützung – gerade im professionellen Umfeld kann dies Entwicklungszeit sparen und sicherstellen, dass das Display im Endprodukt reibungslos funktioniert. Kurz gesagt: Sie werden umfassend beraten, von der Auswahl über die Musterbestellung bis hin zur Serienbelieferung und darüber hinaus.
Die Display-Technologie entwickelt sich stetig weiter, auch im Bereich der LCDs. Aktuell lassen sich mehrere Trends feststellen, die für industrielle und embedded Anwendungen relevant sind:
Definieren Sie zunächst Anforderungen wie Größe, Auflösung, Farbigkeit und Umgebungseinflüsse. Vergleichen Sie dann technische Daten (Helligkeit, Temperaturbereich, Schnittstelle) und prüfen Sie die Kompatibilität mit Ihrer Hardware. Im Zweifel ziehen Sie einen technischen Berater hinzu, um das optimal passende Display zu finden.
Wichtig sind die mechanischen Abmessungen (passt das Modul ins Gehäuse) und die elektrischen Spezifikationen. Stellen Sie sicher, dass Schnittstelle und Spannung des Displays zu Ihrer Steuerungselektronik passen. Auch die Software-Unterstützung (Treiber/Library für den Display-Controller) sollte gewährleistet sein.
Industrielle LCD-Displays werden meist über mehrere Jahre produziert. Trotzdem kann es je nach Marktlage zu längeren Lieferzeiten kommen. Es empfiehlt sich, frühzeitig zu planen und ggf. mit Rahmenaufträgen oder Lagerhaltung die Versorgung zu sichern. Fragen Sie Ihren Distributor nach der prognostizierten Produktlebensdauer und verfügbaren Lagerbeständen.
Ja. Als Distributor und Display-Spezialist bietet Luna Electronic fachkundige Beratung, um das geeignete LCD für Ihr Projekt auszuwählen. Bei Bedarf werden Muster und technische Unterstützung gestellt. Auch kundenspezifische Anpassungen oder spezielle Lösungen können besprochen und umgesetzt werden – vom abweichenden Anschluss bis zur vollständigen Custom-Lösung.
LCD-Displays sind äußerst vielseitig. Sie eignen sich für industrielle Maschinen und Bedienpanels, medizintechnische Geräte, Fahrzeuganzeigen (vom Fahrzeugcockpit bis zum Infotainment) und vielfältige embedded Systeme (z.B. Messgeräte, IoT-Module, Consumer-Elektronik in professionellem Einsatz). Überall dort, wo Informationen zuverlässig visualisiert werden müssen, bieten LCD-Module eine bewährte und anpassungsfähige Lösung.